Aktuell im NABU Leonberg

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu unseren Aktivitäten, Veranstaltungen und die entsprechenden Bilder.

Batnigth - Internationale Fledermausnacht

Die Internationale Fledermausnacht wird in Deutschland durch den NABU gefördert. Offiziell ist es die 23. Veranstaltung und wir haben dieses mal auch mit gemacht. Über 30 Interessierte Teilnehmer wollten von Astrid Grauel mehr über die nächtlichen Flugakrobaten wissen.

Mit den Händen fliegen und den Ohren sehen! 

Was es damit auf sich hat und mit weitere ausführlichen Informationen vorneweg, ging es dann  in der Dunkelheit ins Jagdgebiet der Fledermäuse am Renninger See. Lautes Knattern aus den Bat-Detektoren bestätigte die Anwesenheit der Fledermäuse, auch wenn sie meist nicht zu sehen waren. Spannend war es auf jeden Fall, da nicht viele der Teilnehmer sich sonst bei Nacht in die Natur wagen. Alleine oder in kleineren Gruppen wurde gelauscht und noch offene Fragen beantwortet. Zum Abschluss konnten noch einige Teilnehmer den Ruf des Waldkauzes hören, der damit einen schönen Abend beendete. 

Insektensommer

Seit dem Jahr 2018 hat der NABU bundesweit die Aktion Insektensommer initiiert - und wir Leonberger haben in diesem Jahr das erste Mal einen Termin zum Insekten-Beobachten gemacht: Am Samstag, 10. August haben wir uns in Gebersheim am Sportheim getroffen und sind in Richtung Höfingen zur "Küchenschellen-Wiese" gegangen. Das Wetter war trocken (was am Vormittag noch gar nicht so sicher war...), sonnig, aber auch leicht windig. Mit den über 20 Teilnehmern wurden so ziemlich überall was gefunden: Auf den Äckern, die mit einer Blumenmischung eingesät waren, auf Wiesen, am Wegesrand und zum Abschluss eben auch auf dem "Küchenschellen-Hang", einer Magerwiese, die eine sehr große Pflanzenvielfalt hat - und damit auch für viele Insekten eine Nahrungsquelle bietet.

Mit unseren beiden Expertinnen Nadine und Christiane wurde der Blick durch die Becherlupe fachkundig erläutert - und auch wenn es kein Insekt ist: Die Wespenspinne zum Ende des Rundgangs war ein toller Anblick.

Die Saison der Wildbienen ist fast vorbei, aber trotzdem waren noch diverse Exemplare unterwegs.

Zum Abschluss konnte, wer wollte, noch in gemütlicher Runde im Gebersheimer Sportheim gefachsimpelt, was getrunken und was gegessen werden.
Fazit: Eine gelungene Veranstaltung - Danke an alle!


Biogasanlage Kogel

Eine Gruppe von ca. 20 Interessierten traf sich am Rande der Biogas-Anlage und wurde von Herrn Kogel bestens informiert:

- was darf er verarbeiten, was nicht? Die Vorschriften kommen aus Brüssel und sind vielfältig - für einen Laien jedoch recht unverständlich. Z.B. darf die komplette Obsternte eines Baumes angeliefert werden, aber "ausgesuchtes" Obst nicht, sprich die fauligen Früchte alleine sind Abfall!

- wie das ganze funktioniert: Eine Mischung aus z.B. Mais (viel Energie pro Volumen), Pferd-/Rinder-Mist (weniger Energie pro Volumen), Getreide-Spelzen (fast gar keine Energie pro Volumen) werden gemischt und einmal täglich 23Tonnen in die Anlage eingefüttert. Dort verbleiben sie dann 120 Tage. Das heißt, die Mischung muss gut dosiert sein, damit die Bakterien auch was zu verarbeiten haben. Und es darf ihnen nicht zu warm werden (45-47 Grad Celsius). Aber auch nicht zu kalt. Welch ein Eiertanz!

- am Schluss entsteht aus dem Gas dann Strom: ca. 300 kW Strom und noch einmal 250 kW Wärme, die Herr Kogel leider gar nicht los wird - obwohl sie nebenan im Industriegebiet Rutesheim sicherlich genutzt werden könnte.

Ein wirklich interessanter Spätnachmittag!


NABU-Forum "Draussen" auf dem Engelberg

Auch bei dieser Veranstaltung meinte es das Wetter gut mit uns. Um 17.00 Uhr machten wir uns auf, den Engelberturm zu besteigen. Als Belohnung für die 123 Stufen gab es eine prächtige Rundumsicht. Danach war der kleine Bruder dran: die Hohe Warte. Dieser ehemalige Wachturm wurde vor einigen Jahren in der obersten Etage im Fensterbereich umgebaut, um für Fledermäuse ein passendes Quartier zu schaffen, leider wurde es bisher noch nicht angenommen. Rund um die Engelbergwiese mit der Gäu-Sängerlinde von 1878 und den verschiedenen Aussichtspunkten spazierten wir wieder zurück zur Gaststätte Engelberg. Bei gekühlten Getränken und gutem Essen ergaben sich interessante Gespräche über das, was uns im NABU bewegt, aber auch private Themen kamen nicht zu kurz. 


Ausgleichsmaßnahme Felsensägmühle

Bei schönstem Wetter trafen sich 25 interessierte Zuhörer im Höfinger Täle bei der Schützengilde um von Michael Kübler, Stadtplanungsamt Leonberg über das Vorhaben "Felsensägmühle" informiert zu werden.

Herr Kübler schilderte anschaulich, welche Hindernisse bei der Realisierung dieser Maßnahme zu überwinden waren.

Realisiert als Ausgleichsmaßnahme für den Ausbaus der A8 Leonberg - Heimsheim hätte alles an sich ein Jahr nach Fertigstellung der Autobahn, also 2009(!) fertig sein müssen. Ist es aber heute immer noch nicht - zum Leidwesen auch der Stadt Leonberg. Die Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen war nicht immer einfach und auch bei der Ausführung lief nicht alles glatt. Unwetter haben zugeschlagen und während des Baus einfach alles wieder weggespült... Das Regierungspräsidium ist sozusagen der Bauherr. Inzwischen ist einiges fertiggestellt, der Mühlkanal zur Felsensägmühle und die Glems, deren Bachbett einige Meter angehoben wurde, haben einen Wasserteiler bekommen, der dafür sorgt, dass die dem Mühlenbesitzer über die Wasserrechte zugesprochene Menge auch geliefert wird.  Im oberen Teil des Gebietes blühen schon einige Pflanzen, Schmetterlinge und Libellen waren unterwegs, ebenso einige Vögel.

Im unteren Teil sehen die Amphibien-Tümpel auch schon sehr gut aus, sie werden gut angenommen.

Jetzt können wir nur alle hoffen, dass die Maßnahme endgültig bald übergeben wird.

Nicht, dass es heißt, das geht ja wie beim Berliner Flughafen...


Blühende Gärten

Die NABU-Aktion "Blühende Gärten" war Anlass zum Vortag am Montag, 03.Juni im Bauernhaus-Museum Gebersheim. Der Ort der Veranstaltung - beim "Göpel" des Museums - war durch die Nähe zum Bauerngarten perfekt gewählt. Bei angenehmen Temperaturen waren 40 Leute zusammengekommen, um den Ausführungen von Thomas Höfer, Landschaftgärtner aus Reutlingen und selber NABU-Mitglied,zu lauschen. Der  Vortrag  brachte im ersten Teil viele Fakten über das Leben der diversen Gartenbewohner. Der zweite Teil war dann betitelt "Von der Theorie zur Praxis" und bot einige Anleitungen, wie ein naturnaher Garten gestaltet werden kann. Nach dem Vortrag beantwortete Herr Höfer noch viele Fragen, teilweise direkt im Bauerngarten und am Wildbienen-Hotel.


Berichte von Veranstaltungen des Jahres 2019 finden Sie hier