Aktuell im NABU Leonberg

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu unseren Aktivitäten, Veranstaltungen und die entsprechenden Bilder.

Busfahrt an den Federsee

Am 22.September fand unser jährlicher Busausflug statt - dieses Jahr zum Federsee.

Am See erwartete uns im Naturschutzzentrum eine Führung, die uns zuerst am Modell einen Überblick über den Federsee und seine umliegende Moor- und Feuchtwiesenlandschaft gab. Dann ging es raus auf den "Steg", einen ca. 1,5km langen Bohlenweg auf Pfählen durch den Schilfgürtel bis zum See. Dies ist die einzige Stelle, von wo aus der See erreicht werden kann. Mit vielen Infos und auch Beobachtungen war die Zeit sehr schnell vorbei. Das "Moor-Trampolin" zeigte deutlich, wie beweglich die fest wirkende Oberfläche tatsächlich ist. Und die Bartmeisen schienen extra für uns bestellt worden zu sein!

Nach einem gemütlichen Mittagessen wurde dann auf eigene Faust das neu gestaltetet Federseemuseum erkundet. Zusätzlich zu Ausstellung war auch eine Demonstration zu sehen, wie Leinen verarbeitet wird. Wer noch genug Zeit hatte konnte noch den "Wackelwald" besichtigen - wo am Sonntag natürlich viele Kinder mit Begeisterung ihre Erfahrungen mit dem moorigen Untergrund machten.

Unser Chauffeur fuhr mit uns wieder "Nicht-Autobahn" über die Alb zurück - gegen 19:00 Uhr waren wir an unserem Ausgangsort am Leonberger Rathaus.

Die ornithologische Bilanz der Busfahrt:

Auf der Hinfahrt bereits 3 Weißstörche und auf dem Schloss in Bad Buchau 7 Dohlen.

Am Federsee: 

mindestens 4 Bartmeisen, darunter 1 Männchen

ein Eisvogel

ca. 10 Silberreiher

ca. 120 Höckerschwäne

ca. 50 Graugänse

ca. 20 Kormorane

einzelne Graureiher, Stockenten, Rotmilane

ein Schwarzkehlchen (von Helga Schwarzwälder beobachtet)

Außerdem: Feldsperlinge, Zilpzalp (im Schilf rufend), Mehlschwalben


Batnight - Internationale Fledermausnacht

Die Internationale Fledermausnacht wird in Deutschland durch den NABU gefördert. Offiziell ist es die 23. Veranstaltung und wir haben dieses mal auch mit gemacht. Über 30 Interessierte Teilnehmer wollten von Astrid Grauel mehr über die nächtlichen Flugakrobaten wissen.

Mit den Händen fliegen und den Ohren sehen! 

Was es damit auf sich hat und mit weitere ausführlichen Informationen vorneweg, ging es dann  in der Dunkelheit ins Jagdgebiet der Fledermäuse am Renninger See. Lautes Knattern aus den Bat-Detektoren bestätigte die Anwesenheit der Fledermäuse, auch wenn sie meist nicht zu sehen waren. Spannend war es auf jeden Fall, da nicht viele der Teilnehmer sich sonst bei Nacht in die Natur wagen. Alleine oder in kleineren Gruppen wurde gelauscht und noch offene Fragen beantwortet. Zum Abschluss konnten noch einige Teilnehmer den Ruf des Waldkauzes hören, der damit einen schönen Abend beendete. 

Insektensommer

Seit dem Jahr 2018 hat der NABU bundesweit die Aktion Insektensommer initiiert - und wir Leonberger haben in diesem Jahr das erste Mal einen Termin zum Insekten-Beobachten gemacht: Am Samstag, 10. August haben wir uns in Gebersheim am Sportheim getroffen und sind in Richtung Höfingen zur "Küchenschellen-Wiese" gegangen. Das Wetter war trocken (was am Vormittag noch gar nicht so sicher war...), sonnig, aber auch leicht windig. Mit den über 20 Teilnehmern wurden so ziemlich überall was gefunden: Auf den Äckern, die mit einer Blumenmischung eingesät waren, auf Wiesen, am Wegesrand und zum Abschluss eben auch auf dem "Küchenschellen-Hang", einer Magerwiese, die eine sehr große Pflanzenvielfalt hat - und damit auch für viele Insekten eine Nahrungsquelle bietet.

Mit unseren beiden Expertinnen Nadine und Christiane wurde der Blick durch die Becherlupe fachkundig erläutert - und auch wenn es kein Insekt ist: Die Wespenspinne zum Ende des Rundgangs war ein toller Anblick.

Die Saison der Wildbienen ist fast vorbei, aber trotzdem waren noch diverse Exemplare unterwegs.

Zum Abschluss konnte, wer wollte, noch in gemütlicher Runde im Gebersheimer Sportheim gefachsimpelt, was getrunken und was gegessen werden.
Fazit: Eine gelungene Veranstaltung - Danke an alle!


Biogasanlage Kogel

Eine Gruppe von ca. 20 Interessierten traf sich am Rande der Biogas-Anlage und wurde von Herrn Kogel bestens informiert:

- was darf er verarbeiten, was nicht? Die Vorschriften kommen aus Brüssel und sind vielfältig - für einen Laien jedoch recht unverständlich. Z.B. darf die komplette Obsternte eines Baumes angeliefert werden, aber "ausgesuchtes" Obst nicht, sprich die fauligen Früchte alleine sind Abfall!

- wie das ganze funktioniert: Eine Mischung aus z.B. Mais (viel Energie pro Volumen), Pferd-/Rinder-Mist (weniger Energie pro Volumen), Getreide-Spelzen (fast gar keine Energie pro Volumen) werden gemischt und einmal täglich 23Tonnen in die Anlage eingefüttert. Dort verbleiben sie dann 120 Tage. Das heißt, die Mischung muss gut dosiert sein, damit die Bakterien auch was zu verarbeiten haben. Und es darf ihnen nicht zu warm werden (45-47 Grad Celsius). Aber auch nicht zu kalt. Welch ein Eiertanz!

- am Schluss entsteht aus dem Gas dann Strom: ca. 300 kW Strom und noch einmal 250 kW Wärme, die Herr Kogel leider gar nicht los wird - obwohl sie nebenan im Industriegebiet Rutesheim sicherlich genutzt werden könnte.

Ein wirklich interessanter Spätnachmittag!


NABU-Forum "Draussen" auf dem Engelberg

Auch bei dieser Veranstaltung meinte es das Wetter gut mit uns. Um 17.00 Uhr machten wir uns auf, den Engelberturm zu besteigen. Als Belohnung für die 123 Stufen gab es eine prächtige Rundumsicht. Danach war der kleine Bruder dran: die Hohe Warte. Dieser ehemalige Wachturm wurde vor einigen Jahren in der obersten Etage im Fensterbereich umgebaut, um für Fledermäuse ein passendes Quartier zu schaffen, leider wurde es bisher noch nicht angenommen. Rund um die Engelbergwiese mit der Gäu-Sängerlinde von 1878 und den verschiedenen Aussichtspunkten spazierten wir wieder zurück zur Gaststätte Engelberg. Bei gekühlten Getränken und gutem Essen ergaben sich interessante Gespräche über das, was uns im NABU bewegt, aber auch private Themen kamen nicht zu kurz. 


Berichte von Veranstaltungen des Jahres 2019 finden Sie hier